dancer plays records – Diversität im Techno

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Techno, House Musik Label aus Berlin Friedrichshain

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Elektronische Musik, im Speziellen Techno, hat sich in den letzten dreißig Jahren auf sehr vielseitige Weise in verschiedene Genres und Stile entwickelt: von den experimentellen Visionen des Komponisten Karlheinz Stockhausen, von Kraftwerk, über die schwule, queere Disco- und Tanzszene New Yorks und Chicago, über Electro, Ambient, Industrial, hinein in das Europa von Post Punk Electronic, Synthiepop und Acid House fand Techno seine finale Definition in Detroit. Auch wenn es oberflächlich betrachtet den Eindruck erwecken lässt, dass zu Techno längst alles gesagt ist, sollte eine etwas tiefgründigere Betrachtung dieses widerlegen können.  

Der Produktion von Technomusik liegt zum einen die stetige Weiterentwicklung des technischen Fortschritts zugrunde, als auch neue Sichtweisen, die jede neu heranwachsende Generation von Technobegeisterten mit sich bringt. So stehen die Klangvisionen von Soundtüftlern und das Know How der Produzentinnen*en, der Softwareingenieure, der Mastering Studios auch weiterhin in der Verantwortung für Techno als Definition für das, was Zukunftsmusik ausmacht.

Technostile wie Dark-, Dub-,Industrial-, Minimal-, Psychedelic-, oder Ambient Techno zeigen klassische Orientierungspunkte auf und stellen die grundlegende Basis von Techno dar. Gerade durch die Fusion mit anderen elektronischen Musikstilen wie Break Beat, Ambient, Bass, Leftfield, Krautrock, Elektro, Trip Hop, Dubstep, Trap bekommt das Fundament von Techno immer wieder eine Frischzellenkur. Techno-Musik-Produzentinnen*en und DJs sind seither ihrer Intention gefolgt, den temporären Sound nach ihren musikalischen Vorlieben zu produzieren, um ihm in ihrem sozialen Umfeld, im Techno Club, in ihrer Techno-Szene oder auf einem Record Label ihres Anspruchs eine Heimat zu geben und zu veröffentlichen. 

Techno Musik ist wie die Leichtfüßigkeit einer Tänzerin*ers, die Euphorie im Herzen eines Dancefloors, die Entgrenzung, der Moment der Besinnung, die Freiheit

Durch die Umstände, die die beginnende Covid19-Pandemie und dessen Eindämmungsverordnungen seit März 2020 mit sich brachten, hatten  Künstlerinnen*er, DJs und Produzenten faktisch über Nacht keinerlei Spielmöglichkeiten vor Publikum, keine Auftritte in Clubinnenräumen, also keine Bookings mehr zu verbuchen.  Wer sich die verordnete Auszeit mehr oder weniger finanziell leisten konnte, nutzte die Monate unter anderem um im (Home)Studio seinen Gefühlen und Empfindungen dieses Ausnahmezustandes eine akustische Form zu geben. Neu ist, dass sich zahlreiche Technofans mit der Produktion von elektronischer Musik auseinandergesetzt haben. Zum Beispiel eine Vielzahl von Nachwuchsproduzentinnen*en, die in der Krise nicht zur Schule gehen konnten oder Berufstätige jeglichen Alters (etwa wie ich mit 49 Jahren, welche aus der Homeschooling oder -officesituation heraus  Zeit und Lust verspürten, jetzt endlich ihre Vision von Techno im Jahr 2021 zu gestalten. Das passiert by learning by doing, via Onlineformaten oder als Praktikanten*innen bei Studio Sessions befreundeter Musiker*innen, wo sich Jeder die technische und künstlerische Basis der Produktion von elektronischer Musik von Techno erschließen kann. Der massive Output an Produktionen aus der letzten Zeit hat längst ein Umdenken ausgelöst und der Marktplatz Techno wird eine intensive starke Phase erwarten können. Krisenzeiten sind auch Gründerzeiten. Dieser Umstand schafft eine große Chance, selbstständig und unabhängig von den Vorgaben eines Techno“majors“ zu agieren und den eigenen kreativen Output, die eigene Musik, der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und die Idee, die Gründung des eigenen Record Labels, voranzutreiben: Das war die Geburtsstunde von dancer plays records. Gegründet im September 2021, dem Monat in dem der Berliner Senat beschloss, dass Clubs ab jetzt mit dem Einhalten einer sogenannten 2G Regel (für Genesene und Geimpfte) ihre Innenräume wieder öffnen dürfen. Das Clubleben ohne Maske und Abstandsregelung, mit hoffentlich all seiner Vielseitigkeit großartiger Musik und Partys, nimmt langsam wieder Fahrt auf.   

dancer plays records (dpr)verfolgt mit seinem zukünftigen Katalog die Veröffentlichung elektronische Musik von Künsterlinnen*ern die bereit sind, sich mit Charakterstärke und kreativer Individualität als Oposition gegenüber dem (Techno)Establishment aufzustellen. Frei nach dem Credo: Wir können uns integrieren aber keineswegs unterordnen steht dancer plays records für Diversität und Unabhängigkeit im Kosmos des Techno.

Techno Musik ist wie die Leichtfüßigkeit einer Tänzerin*ers, die Euphorie im Herzen eines Dancefloors, die Entgrenzung, der Moment der Besinnung, die Freiheit.

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